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Kann man mit Multipler Sklerose Sport treiben?





Ja, gerade bei einer MS ist eine den Besonderheiten und dem Leistungsvermögen jedes Einzelnen angepasste sportliche Betätigung sogar wichtig. Sie ist Teil einer gesunden Lebensführung und bei krankheitsbedingten Ausfallen kann in Verbindung mit Krankengymnastik die Leistungsfahigkeit verbessert werden. Bewegungs-, Koordinations- und Ausdauertraining sind wertvolle Ergänzungen anderer Behandlungsmethoden. Zudem hat der Sport häufig auch eine wichtige soziale Funktion mit Förderung zwischenmenschlicher Kontakte.
In Abhängigkeit von der Verlaufs form und vom Krankheitsstadium müssen jedoch einige Einschränkungen beachtet werden. So sollte in der Regel kein Hochleistungssport betrieben werden, weil die dabei auftretenden psychischen und körperlichen Extrembelastungen Verschlechterungen auslösen können. Es ist zwar bekannt, dass der Körper bei Extrembelastungen wie etwa durch Hochleistungssport in Form von Nebennierenhormonen vermehrt Kortikoide ausschüttet, die sonst auch zur Behandlung von Schüben eingesetzt werden, nach Abklingen der anstrengungs bedingten Extrembelastung kommt es aber im Körper zu einem raschen Abfall dieser Hormone und deswegen oft zu einer Verschlechterung.
Bei starker sportlicher Betätigung kann sich auch ein dadurch bedingter Anstieg der Körpertemperatur ungünstig auswirken. Dies gilt vor allem, wenn Sport bei starker Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit betrieben wird, weshalb MS-Betroffene zum Beispiel eher eine schattige Umgebung oder eine zusätzliche Kühlung zum Beispiel durch das Lutschen von Eiswürfeln bevorzugen sollten. Eine entsprechende Kleidung und angemessene Pausen sind zusätzlich günstig. In den USA werden beispielsweise Westen mit Kühlelementen angeboten, wie sie auch in Kühltaschen verwendet werden.
Menschen mit einer MS sollten bei der Art ihrer sportlichen Betätigung auch berücksichtigen, dass nach einem Schub trotz weit gehender Rückbildung von Ausfallserscheinungen des Nervensystems Restbeschwerden bestehen bleiben können, die zwar nicht im täglichen Leben, aber unter den Bedingungen einer sportlichen Belastung eine merkliche Behinderung darstellen. Neben der Erfahrung des sportlichen »Versagens« steigt dadurch auch das Unfallrisiko.






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